Spezialgebiet IV

Wenn Standard
nicht genügt.

Die ehrlichste Arbeit meines Berufs beginnt dort, wo der Katalog aufhört. Ein Altbau aus den 1920er-Jahren, bei dem fünf Quadratmeter Eichendielen ersetzt werden müssen — in der exakten Breite, der exakten Dicke, mit der exakten Sortierung. Ein Kaminraum, der eine halbkreisförmige Parkettgrenze braucht. Ein Büro, in dem die Fußleisten aus demselben Holz gefertigt werden sollen wie der Boden. Für solche Aufgaben bin ich der richtige Ansprechpartner.

Über die Jahre habe ich mir ein Netzwerk von Manufakturen und spezialisierten Sägewerken aufgebaut, die bereit sind, auch ungewöhnliche Anfragen anzunehmen — vorausgesetzt, die Mengen und Spezifikationen stimmen. Als Händler zwischen Kunde und Manufaktur übersetze ich technische Anforderungen in das, was produziert werden kann, und sorge dafür, dass am Ende tatsächlich geliefert wird, was gebraucht wird.

Typische Sonderanfertigungen

  • Reparaturholz – einzelne Dielen, passende Holzart, passende Sortierung, passende Oberfläche. Oft entscheidend bei Denkmalschutz.
  • Sondermaße – Dielen außerhalb der Standardlängen oder -breiten, z. B. extra breite Dielen (bis 400 mm) oder überlange Formate (bis 6 m).
  • Ofenstellen – rechteckige, runde oder halbrunde Einfassungen für Kaminöfen, mit passender Metalleinfassung.
  • Fußleisten aus dem Parkett – aus demselben Holz, derselben Sortierung, demselben Farbton wie der Boden — optisch die ruhigste Lösung.
  • Tafelparkett in Sonderformaten – eigene Musterzeichnungen, historische Rekonstruktionen, Einlegearbeiten.
  • Säulenverlegung – Parkett um runde oder eckige Säulen, mit eingepassten Fußleisten.
  • Sortierungen nach Wunsch – z. B. ausschließlich astfrei, ausschließlich mit Rissen, oder nach einer Farbstaffelung.
  • Mischböden – zwei oder mehr Holzarten in einem Boden kombiniert, nach Ihrer Zeichnung.

Wie läuft eine Sonderanfertigung ab?

In vier Schritten: Erstens das Gespräch — Sie beschreiben, was Sie brauchen, idealerweise mit Fotos und Maßen. Zweitens die Machbarkeitsprüfung — ich kläre mit der Manufaktur, was produzierbar ist und was die Grenzen sind. Drittens das Angebot mit verbindlichem Preis und Lieferzeit. Viertens die Produktion und Lieferung, begleitet von mir bis zur Übergabe.

Sonderanfertigungen brauchen mehr Planungsvorlauf als Lagerware. Rechnen Sie mit sechs bis zwölf Wochen, manchmal länger. Je früher wir sprechen, desto entspannter läuft Ihr Projekt.

Beratung bei historischen Sanierungen

Ein Schwerpunkt: die Wiederherstellung historischer Böden in Altbauten, Gründerzeithäusern, Villen und denkmalgeschützten Gebäuden. Hier arbeiten wir oft mit Teilsanierungen — der Bestand bleibt, was zu ersetzen ist, wird in derselben Qualität nachgefertigt. Das erfordert genaues Hinsehen, historische Kenntnis und die richtigen Manufakturen. Alles drei biete ich.

Für Architekten und Bauplaner

Wenn Sie als Architekt oder Innenarchitekt für ein Projekt ein besonderes Bodenbild brauchen, das Sie bei den üblichen Anbietern nicht finden, melden Sie sich. Ich arbeite regelmäßig mit Planungsbüros aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen — diskret, termintreu, mit Proben und Dokumentation für Ihre Präsentationen.

Häufige Fragen

Sonderanfertigung im Detail.

Wie klein kann eine Sonderbestellung sein?
Es gibt keine absolute Mindestmenge, aber praktisch sollten Sonderanfertigungen ab etwa 5 bis 10 Quadratmetern wirtschaftlich sinnvoll sein. Bei sehr kleinen Mengen (einzelne Dielen als Reparaturholz) arbeite ich mit Restbeständen der Manufakturen — das ist oft günstiger und schneller.
Was kostet eine Sonderanfertigung im Vergleich zu Standardware?
Je nach Aufwand ein Aufschlag von 20 bis 80 Prozent gegenüber vergleichbarer Standardware. Entscheidend sind Holzart, Verfügbarkeit, Mengenrabattstaffeln der Manufaktur und die konkrete Sonderanforderung. Ein verbindliches Angebot gibt es nach der Machbarkeitsprüfung.
Können Sie auch an bestehende Böden anschließen?
Ja, genau das ist oft der Anwendungsfall. Schicken Sie mir Fotos des vorhandenen Bodens und, wenn möglich, ein kleines Holzmuster. Ich prüfe, welche Holzart, welche Sortierung und welche Oberfläche sich anpassen lässt. In 90 Prozent der Fälle finden wir eine Lösung, die sich nahtlos einfügt.
Gibt es Sondermaße bei der Dielenstärke?
Ja. Standard sind 15 bis 22 mm bei Massivparkett. Für besondere Situationen (z. B. Einbauhöhen, Altbau-Anpassungen) sind Stärken von 10 mm bis 35 mm möglich. Das schränkt allerdings die Auswahl der Manufakturen ein und braucht mehr Vorlauf.
Liefern Sie Muster für Sonderanfertigungen?
Ja. Für jede Sonderanfertigung bekommen Sie vor der Produktionsfreigabe Musterstücke zur Beurteilung — in der tatsächlichen Holzart, Sortierung und Oberfläche. Das ist gerade bei größeren Projekten essenziell und vermeidet böse Überraschungen.
Ihr Projekt

Sie haben etwas Besonderes vor?

Schicken Sie mir eine Nachricht mit Fotos, Maßen und einer kurzen Beschreibung. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung — was geht, was nicht, und was es kostet.

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